Hauptprojekte

Klasse 2000

Lions Quest

Erfolgreiches Benefizkonzert des Lions Clubs Schliengen mit dem Verbandsjugendblasorchester Hochrhein

Benefizkonzert

Es war ein mitreißendes Konzert. Trotz des schönen spätsommerlichen Wetters und der großen Veranstaltungskonkurrenz durch Winzerfeste und Flohmärkte lockte das Verbandsjugendblasorchester Hochrhein unter dem Motto „Best of Film, Musical, Showbusiness and Jazz“ doch viele Besucher in die spätbarocke Schliengener Pfarrkirche. 50 herausragend begabte jugendliche Bläser, die meisten noch Schüler, unterstützt von präzise einsetzenden Schlagzeugern und einigen Streicherinnen, boten ein Programm der Extraklasse aus der zeitgenössischen Musikliteratur. Dass ganz zu Beginn die Intonation noch etwas zu wünschen übrig ließ, konnte man nachsehen. Das mag an dem großen Klangkörper in der hallenden Kirche gelegen haben, der den Kontakt zwischen Dirigenten und Musikern erschwerte. Schon bald hatten sich aber alle auf diese Besonderheit eingestellt und das Orchester steigerte sich zu gewohnter Form. Julian Gibbons als Dirigent trieb alle in der ihm eigenen unaufdringlich fordernden Art zu Höchstleitungen an. Wuchtig, rhythmisch und feierlich kam das einleitende „Festivo“ von Edward Gregson daher. Nach dem wegen seiner afrikanischen Taktstrukturen im Verein mit lateinamerikanischen Elementen faszinierenden „Danzón Nr. 2“ des Mexikaners Arturo Márquez und den fröhlich-fernöstlich-geheimnisvollen „Variations of a Korean Folksong“ von John Barnes Change war Höhepunkt des ersten Teils sicher die „Saga Candida“ des Belgiers Bert Appermont. Julian Gibbons, der alle Stücke humorvoll ankündigte, erläuterte den programmatischen Inhalt des Stücks, eine Hexenverbrennung um das Jahr 1600. Der Zuhörer konnte musikalisch mit der Delinquentin leiden, im Prozess, im Flammentod und in der Erlösung. Nach der Pause erklangen zunächst die vertrauten Fanfaren aus „Star Wars“ von John Williams, ehe die beiden abschließenden Stücke von der gerade erst unternommenen Irlandreise des Orchesters kündeten. Percy Graingers lyrisch sehnsüchtiges „Irish Tune from Country Derry“ ließ die Weite der grünen Insel spüren. In Bill Whelans „Riverdance“ steigerten sich dagegen die anfänglichen noch lyrisch folkloristischen Themen zu einem jazzig-fetzigen Finale. Lang anhaltender Applaus führte als Zugabe zu „The Incredibles“ von Michael Giacchino, einer aufregenden Big-Band-Musik. Danach blieb das Publikum einfach sitzen und erzwang so eine weitere Zutat, die eingehenden und typisch amerikanischen Rhythmen in Harold I. Walters „Hootenanny“. Den jungen Musikern blieb dann nichts anderes übrig, als ihre Instrumente einzupacken. Sie mussten ja schließlich am nächsten Morgen in die Schule. Sonst hätte es noch lange weiter gegen können.

Der Schatzmeister der Lions war zufrieden. Freuen können sich aber auch das Orchester und die Ministranten von St. Leodegar. Ihnen winkt eine reichliche Förderung.

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